Die Dörrbirnen waschen und im Rotwein über Nacht einweichen. Am andern Tag fein hacken oder durch die Hackmaschine treiben. Branntwein, Obstsaftkonzentrat, Zucker, Gewürz, beigeben und gut vermischen. Haselnüsse und Weinbeeren beigeben.
Den aufgegangenen Zopfteig in 2 Portionen teilen. Die eine Hälfte mit der Birnenmasse verkneten (wenn möglich mit den Knethaken in den Küchenmaschine, die Masse klebt ziemlich!)
Formen: Die Füllung in drei Portionen teilen, längliche Laibchen formen. Den übrigen Zopfteig ebenfalls in drei Portionen teilen, je ein Rechteck auswallen und mit Eiweiss bepinseln. Die Laibchen darauf legen und mit dem Teig einpacken. Mehrfach einstechen und nochmals etwas aufgehen lassen. Vor dem Backen mit verdünntem Eigelb bestreichen.
Backen: Bei 180°C 50 - 60 Min. in der Mitte des vorgeheizten Ofens.
Und jetzt verrate ich Euch noch mein Geheimnis: Ich habe die Füllung gar nicht selbst hergestellt, sondern ich habe bei unserem Metzger fixfertige Birnenweggen-Füllung (Hero) in der Konservendose gefunden. Vor dem Verkneten mit dem Zopfteig habe ich die Weinbeeren und die Haselnüsse beigefügt.
Feigen fein schneiden und mit Kirsch oder Rum begiessen. Haselnüsse auf ein Blech geben, bei 200°C im Ofen ein paar Minuten rösten. Die braunen Häutchen teilweise entfernen und die Nüsse grob hacken. Eier, Zucker und abgeriebene Zitronenschale schaumig rühren. Mehl und Backpulver darauf sieben, mischen. Feigen und gehackte Haselnüsse beigeben, gut mischen. Auf gut eingefettetes Backblech ca 2-3cm dick ausstreichen.
Backen: Bei 200°C 20 Min. in der Mitte des vorgeheizten Ofens.
Fertigstellen: Nach Belieben mit einer Puderzuckerglasur bestreichen und noch warm in Würfel schneiden.
Weihnachtsgans und Weihnachtstruthahn sind weit herum beliebt. Aber warum nicht einmal
Canard à l'orange (Ente mit Orangen)
1 Zuchtente, ca 2 kg
1 ungespritzte Orange
Salz und Pfeffer
Sauce
100g Zucker
2 dl Weisswein
3 ungespritzte Orangen
2-3 dl Bratflüssigkeit von der Ente
2 Esslöffel Johannisbeergelee oder Orangenmarmelade
4-5 Esslöffel Cointreau oder Grand-Marnier
Die Ente salzen und pfeffern, die Orange waschen und mit einem Zahnstocher mehrfach einstechen, in den Bauch der Ente geben. Beine und Flügel mit Bratenschnur zusammenbinden, die Ente auf einen Rost mit Auffangschale legen und im auf 200°C vorgeheizten Ofen während ca 1 Std braten. Ab und zu mit dem ausgetretenen Bratensaft begiessen, sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, etwas Wasser nachgiessen. Wenn die Ente gar ist, den Ofen abstellen und den Vogel mit Alufolie bedecken.
Sauce Den Zucker in einer Chromstahlpfanne leicht caramelisieren, mit dem Weisswein ablöschen. Eine Orange mitsamt der Schale in Scheiben schneiden und im entstandenen Caramelsirup weich kochen, dann herausnehmen und auf einem Teller abtropfen lassen. Von den beiden andern Orangen die Schale sehr dünn abschälen und in feine Streifen schneiden, ebenfalls in die Sauce geben. Die Orangen auspressen und den Saft beigeben. Etwas einkochen lassen, dann mit der Bratflüssigkeit verlängern, Gelee oder Marmelade beigeben und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Zuletzt den Cointreau beigeben und nochmals erhitzen.
Die Ente auf einer Platte anrichten, mit der Sauce übergiessen und mit den Oragenscheiben dekorieren.
Diese habe ich immer als erstes aus den Guezlitellern meiner Schwiegermutter herausgepickt:
Teig
125 g Butter
125 g Zucker
1 Ei
1 Orangenschale, ungespritzt, abgerieben
1 Prise Salz
1 Teelöffel Backpulver
275 g Weissmehl
Füllung
75 g Butter
100 g Puderzucker
1 Orangenschale, ungespritzt, abgerieben
1 Esslöffel Orangensaft
Für den Teig Butter, Zucker und Ei geschmeidig rühren, die übrigen Zutaten daruntermischen und leicht zusammenkneten.
Formen: Kugeln von ca 2 cm Durchmesser formen, diese halbieren und mit der Schnittfläche auf ein eingefettetes oder mit Blechreinpapier belegtes Backblech setzen.
Backen: Bei 180°C 10-12 Min. in der Mitte des vorgeheizten Ofens.
Fertigstellen: Für die Füllung alle Zutaten zusammen geschmeidig rühren, ein wenig davon zwischen zwei ausgekühlte Kugelhälften geben. Kühl aufbewahren!
Im alten Kochbuch, aus dem ich das Rezept habe, heisst es: Nach vier Wochen ist der Eierlikör trinkfertig. Ich habe dazu geschrieben: Falsch. Es muss heissen: Nach vier Tagen ist der Eierlikör fertig getrunken.
5 Eigelb von ganz frischen Eiern
1 Päckchen Vanillezucker
250 g Zucker
2,5 dl Vollrahm
1 dl Milch
1,5 dl guter Branntwein (40%)
1 Prise Muskatnuss
Eigelb, Zucker und Vanillezucker rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Muskatnuss würzen und nach und nach Rahm, Milch und Branntwein darunterrühren.
In hübsche Flaschen abfüllen und mit dem Namen des zu Beschenkenden beschriften! (Ich habe nämlich einmal eine Flasche zu Weihnachten bekommen, und als ich davon kosten wollte, hatten meine Gäste den Likör bereits ausgetrunken...)